Michel goes Hawaii

Aloha miteinander, der Blog war ursprünglich "nur" für die Zeit gedacht, in der ich 2005 bei der Ironman Weltmeisterschaft in Hawaii teilnehmen konnte. Dabei habe ich richtig Gefallen dran gefunden ein bischen was über meine Passion TRIATHLON zu schreiben und werde einfach hin- und wieder den Blog weiterführen... Aloha!

Thursday, November 30, 2006

Saisonabschluss 2006 - RüsselCross

Hi Folks 'n Friends, der Saisonabschluss ist gemacht. Mit der Teilnahme am RüsselCross im November, einem zufriedenstellenden 6. Gesamtplatz (2. AK M30) konnte ich den Rest des Novembers recht ruhig angehen lassen, bevor es jetzt mit einem Leistungstest wieder langsam aber sicher losgeht im Dezember mit dem Formaufbau für die 2007er Saison.

Der Rüsselcross war ganz spaßig. Eine Riesensauerei, da die Wetterbedingungen nicht so doll waren - Regen und recht kühl und ein echter Cross-Duathlon. Beim Laufen war ich ganz gut dabei...in einer 4er Spitzengruppe (der Führende und spätere Sieger Sebastian Dehmer - Olympiateilnehmer - war schon enteilt) gings zum Wechsel und gemeinsam auf die Radstrecke. Dort machte sich doch das fehlende Radtraining bemerkbar. Seit 3 Monaten habe ich nicht mehr auf dem Bock gesessen wegen meiner Laufvorbereitung auf den Frankfurt Marathon (ging schief)...und so kam es, daß mich im Verlauf der 20km Runde doch noch 4-5 Leute überholt haben.

Als 9. gings dann auf die abschliessenden 2.5km, wo ich wieder 3 Leute einsammeln konnte...Alles in allem bin ich damit sehr zufrieden. Laufen gut dabei, Radfahren nicht völlig blamiert, also paßt das schon...

so long

M.

Labels:

Sportliche Marschroute 2007 festgelegt

Hey Leute, nach längerer Pause geht's weiter mit dem Blog. Im letzten Thread hab ich ja schon geschrieben, daß ich mich schon für den 2007er Ironman in Frankfurt entschieden habe, bzw. gemeldet bin. Auf dem Weg dorthin gilt es natürlich diverse Vorbereitungswettkämpfe zu absolvieren...

Diese werden hauptsächlich folgende sein:

- Halbmarathon in Frankfurt Anfang März
- Marathon Ende März/Anfang April, Ort steht noch nicht fest
- Oberurseler Duathlon im Mai
- Kraichgau Triathlon Anfang Juni
- Heinerman in Darmstadt Mitte Juni
und dann
- Frankfurt European Triathlon Championship (Ironman)

Knappe 2 Wochen später werde ich bei den Deutschen Meisterschaften der olympischen Distanz an den Start gehen. Für mich ein Wagnis, denn zum einen wird mir mit Sicherheit noch der Ironman in den Knochen stecken und zum anderen weiß ich nicht was die Form bis dahin macht. Oft läuft sowas ganz gut, da man sich in der sogenannten Superkompensation nach einem großen Wettkampf befindet...wir werden sehen...

Labels:

Wednesday, September 06, 2006

Saisonziel 2007 hab ich auch schon...

Vor lauter Aufregung wegen der Trainingspause - wobei, mittlerweile geht's wieder, aber ich reg mich immernoch über den sch... Arzt auf - hatte ich vergessen zu erwähnen, daß ich 2007 wieder in Frankfurt beim Ironman mitmachen werden - oder besser bei der "European Triathlon Championship 2007" *uuuuuuhhhuuuhuuu*...

Die Entscheidung wollte ich mir zwar noch ein bischen aufheben...aber die äußeren Umstände haben mich dazu gezwungen...

Erster Grund war die Award-Party bei der mein Sportskollege und Freund Thomas souverän die Hawaii-Quali geholt hat. Ich saß da und dachte mir...den Zettel hättest Du auch gerne in den Händen...die Stimmung war - wie schon beim letzten Mal - toll und so war der Entschluß eigentlich schon gefaßt.

Zweiter Grund war die Email eines weiteren Freundes (Gruß an Glatzert), daß 3 Tage nach dem WK in Frankfurt die Anmeldeliste mit 1534 Startern schon fast voll ist!!! Hammerhart!!! ...ich also kurzentschlossen gleich zur Online-Anmeldung und weg das Teil...uffff...hat noch geklappt. 2 Tage später war der WK ausgebucht!!! 2 Tage!!! Wahnsinn..

Dritter (und mit Abstand bester) Grund ist die Tatsache, daß meine Freundin und ich Nachwuchs erwarten und somit ist das beste - sportlich gesehen - wenn ich - sozusagen - vor der eigenen Haustür starte. Ich weiß noch nicht wie die Zeit und die Ziele aussehen werden für 2007...aber sicher dürfte sein, daß es besser ist nicht irgendwohin zu fahren/fliegen, denn die Zeit und die Kohle werd ich sicherlich anderweitig gebrauchen können!

alla hopp

Aloha

Michel

Labels:

Wie geht's weiter?

Soo...es gibt wieder was Neues zu vermelden. Nach knappen 4 Wochen Pause nach Lanzarote hab ich mich entschlossen als 2. Saisonhöhepunkt in Frankfurt den Marathon zu laufen. Der ist am 29. Oktober...und mal sehen was da so geht?!

Der Weg dorthin entpuppt sich aber leider als etwas steinig. ...nachdem ich das Training wieder aufgenommen habe und die Werte erstaunlich gut geblieben sind - zumindest sagte das mein aktuellster Leistungstest - dauerte es keine 3 Wochen und ich habe mir erstmal gepflegt die Bandscheiben im unteren Rücken ramponiert...

Zurückzuführen isses wohl noch auf den Sturz auf Lanzarote...und da ich für die Marathonvorbereitung jetzt den Schwerpunkt auf's Laufen lege (Schwimmen und Rad läuft nur "nebenher") waren viele Bergläufe angesagt um die Kraftausdauer weiter auszubauen. Leider hat mir das viele Laufen bergab nicht gutgetan...tja...wo's hoch geht, geht's normalerweise auch wieder runter...läßt sich nicht vermeiden...und so kam's, daß ich plötzlich auser Gefecht war.

Kein Sitzen, kein Stehen...am besten Liegen - und absoluter Trainingsstop. Zum Arzt und mit unbefriedigender Diagnose wieder heim..."Ihr rechtes Bein ist kürzer..."

Aaaaaach?! ...das weiß ich schon seit der 2. Klasse und außerdem ist das bei den meisten Menschen so. Wenn DAS die Ursache wäre, dann hätte ich schon viel früher Probleme bekommen müssen bei meinem Laufpensum der letzten 3-4 Jahre...

Naja, er verkauft mir noch einen Fersenkeil für die Schuhe - günstige 4€ - und schickt mich heim und in 6 Wochen wollen wir weitersehen! *pfffft* 6 Wochen! Ihn hat das wenig interessiert als ich ihm sagte ich würde Leistungssport betreiben...Leistungssport hin oder her...Kassenpatient bleibt eben Kassenpatient...aber das is wohl ein anderes Thema?!

Na zum Glück stellt mir nach 14 Tagen eine Freundin (und Physiotherapeutin) anscheinend die richtige Diagnose. Bandscheibenwölbung und/oder Risse in der Bandscheibe...toll...aber immerhin kein Vorfall und mit Trainingspause bis ich beschwerdefrei bin...soll's dann getan sein...also Geduld bewahren!

Aloha

M.

Labels:

Friday, July 28, 2006

Lanzarote - mein Fazit

...tja, was soll ich sagen...jetzt wo ein paar Wochen vergangen sind und ich etwas Abstand zu der ganzen Sache habe, hat sich meine anfängliche (sportliche) Enttäuschung einigermaßen gegeben...zwar ärgere ich mich nach wie vor über den Sturz, die Folgen und die "versaute" Finisher-Zeit...aber - hey - immerhin habe ich eine Finisher-Zeit...die ganze Geschichte hätte auch böse ausgehen können.

Man muß die ganze Sache zwar nicht dramatisieren - hätte..., wenn... und aber... - aber der Sturz war heftig, der Helm war Schrott, das Hinterrad lädiert...aber die Knochen heil und ich kann noch aufrecht gehen und hab auch keine Beschwerden mehr. Material kann man ersetzen...Gesundheit eben nicht!!!

Irgendwie bin ich auch froh, daß ich nicht noch einen 2. Ironman dieses Jahr machen "muß"...seit Juli letzten Jahres sind es immerhin auch 3 Stück gewesen und man muß aufpassen, daß man den Spaß daran nicht verliert. Wenn das Training zur Pflichterfüllung wird, dann stimmt was nicht...das ist zwar nicht der Fall, aber das ein oder andere Mal zweifelt man schon.

Jetzt sind knapp 10 Wochen vergangen, weitere Ziele für dieses Jahr definiert und spätestens seit dem vergangenen Wochenende wo mehrere Freunde von mir beim IM Frankfurt gestartet sind (und einer auch souverän die Quali geholt hat), bin ich voller Motivation für einen neuen Anlauf 2007!!!

Aloha!

M.

Labels:

Wednesday, July 12, 2006

Lanzarote - Wettkampftag II

...also...KM170 in der letzten etwas kniffeligen Abfahrt lege ich mich in eine rechtskurve und just in dem Moment merke ich, daß sich die Zeitfahrmaschine selbständig macht, bzw. ich keine Kontrolle mehr habe und mir "die Straße ausgeht". Der extrem starke Seitenwind tut sein Übriges...ich fahre gerade aus mit gut 60 Sachen auf dem Tacho und stelle mich schon instinktiv auf einen heftigen Einschlag ein. Das ganze läuft ja mehr oder weniger in Sekundenbruchteilen ab...ich schalte also auf "Schadensminimierung", umfahre noch 1-2 Büsche und Steine aber den 3. Busch nehme ich frontal und komme sofort zum stehen, was bedeutet das ich in hohem Bogen - samt Fahrad an den Schuhen - über den Busch fliege. Es rappelt ganz ordentlich in meinen Knochen und es staubt gewaltig...PENG!!! Da liege ich erstmal...

Es dauert einen guten Augenblick bis ich so richtig realisiert habe, was gerade passiert ist. Das Aufstehen fällt mir sehr schwer, der Rücken tut weh und irgendwoher hab ich auch ein bischen Blut auf den Klamotten...ich checke ob mein Rad noch ganz ist und sammel die Brocken ein um damit zu Straße zu humpeln...gute 10-15 Meter hab ich anscheinend im Gelände zurückgelegt...an der Straße angekommen muß ich mich erstmal hinsetzen. Ich bin doch ziemlich lädiert und mir zittern die Beine. Ein in der Nähe postierter Streckenposten kommt zu mir gelaufen und fragt mich ob er die Ambulanz rufen soll - was ich verneine. Ich sage ihm, daß ich lediglich ein paar Minuten hier sitzen möchte bis ich mich wieder besser fühle. Ich stelle fest, daß mein Vorderrad platt ist - was sich - wie sich später herausstellt - wohl der Hauptgrund war, warum es in der Kurve geradeaus gegangen ist...Vorderrad platt, hohes Tempo, Kurve, Seitenwind = schlechte Kombination.

Mittlerweile sind 2 Race-Marshalls auf dem Motorrad angekommen und fragen ob ich hilfe brauche oder die Ambulanz. Ich verneine erneut und fange an - nach endlosen Minuten - mein defektes Vorderrad zu wechseln. Aber durch den Sturz hat sich mein Werkzeug irgendwohin verabschiedet und mir tut alles so weh, daß ich auch schlecht im Gelände danach suchen kann. Ich probiere also das Vorderrad mit nur einem Montage-Hebel zu wechseln aber habe keine Chance. Auch die Druckluftpatrone die ich "reinschiesse" bleibt wirkungslos - Loch zu groß. Also was bleibt mir übrig...? Auf den Service-Van zu warten oder schonmal mit plattem Vorderrad in Richtung Ziel und Wechselzone 2!!! Bis der Van kommt - und ob er überhaupt noch vorbeikommt...das weiß man eben nicht...

Wer schonmal mit einem platten Vorderreifen gefahren ist der weiß wie besch...eiden das ist. Etwa so wie auf Glatteis - also ziemlich seifig und wackelig das ganze und von Geschwindigkeit mal ganz zu schweigen. Zu allem Unglück habe ich für den Wettkampf auf ein herkömmliches Vorderrad gesetzt, das nicht so Seitenwindanfällig ist wie meine Wettkampf-Laufräder. Und eben dieses hat ganz normale Drahtreifen - also mit Schlauch und Mantel. Die Wettkampf-Laufräder sind sog. geklebte Schlauchreifen...die gehen auch bei einem Defekt nicht von der Felge und man kann im Vergleich sogar richtig schnell damit fahren... Ich also im Radwander-Tempo die letzen 10km zum Ziel - an mir schiessen die Jungs nur so vorbei...das frustriert mich ziemlich aber ich probiere das zu ignorieren so gut es geht.

In Wechselzone 2 angekommen warten mein Vater schon ziemlich irritiert: "...was ist los...Du bist mindestens 18 Minuten zu spät..." ruft er mir zu... Bullshit!!! 18 Minuten hat das ganze gedauert. Eingentlich wollte ich unmittelbar nach dem Sturz aufhören, aber auf dem Weg in WZ 2 ging mein Rücken einigermaßen und so entschließe ich mich - halbherzig - erstmal loszulaufen obwohl mir die Nieren ziemlich wehtun...schnappe mir den Wechselbeutel und die Helfer in WZ 2 kommen mir schon entgegen und fragen was los ist. Ich schildere Ihnen die Sachlage und sie sprechen mir Mut zu...ich sähe noch gut aus...nur ein paar Kratzer hinten am Rücken über meine Tättowierung - was mich schon wieder veranlasst einen kurzen Spaß zu machen: "...gut, mach ich ein neues drüber..." sage ich.

Ehe sich der Gedanke auszusteigen doch wieder verstärkt werde ich schon eingecremt und mehr oder weniger bestimmt aus der WZ 2 herausgeschubst. Jetzt also noch einen Marathon...normalerweise freue ich mich ja auf's laufen als meine Parade-Disziplin, aber heute ängstigt mich das irgendwie aber ich laufe also erstmal los...und zu meinem Erstaunen geht es ausserordentlich gut. Ich weiß nicht ob das Adrenalin noch wirkt oder was los ist, aber der Rücken geht ganz gut und ich finde einen passablen Rhythmus...

Ich nehme gleich jede Versorgungsstelle in Anspruch...immer schön trinken, es ist doch ziemlich heiß an der Strandpromenade von Puerto del Carmen und der Wind, der mich auf der Radstrecke weggeblasen hat, ist hier (leider) garnicht zu spüren. Die Hitze steht doch ziemlich. Aber egal, ich bin ja froh das ich überhaupt noch weitermachen konnte. Bis Halbmarathon fühle ich mich echt gut - 1:33h für die ersten 21km sind - im Nachhinein vielleicht ein bischen zu optimistisch für Lanzarote - ziemlich gut...aber jetzt fangen die Probleme an...diesmal habe ich anscheinend zu wenig Mineralien zu mir genommen und dadurch hat man Probleme mit der Wasseraufnahme und bekommt einen Wasserbauch und ziemlichen Harndrang - auf deutsch: dicke Wampe und man muß tierrisch pinkeln. Zeitgleich werden meine Rückenbeschwerden ziemlich stark und langsam tut mir alles weh...scheiße denke ich noch...ein bischen früh diesmal...naja, ich also auf's nächste Dixie und das ist natürlich absolut tödlich gewesen...ich kriege sofort als ich stehenbleibe Krämpfe in Rücken und Beinen und die Beschwerden werden schlagartig größer und größer - ob nur im Kopf oder tatsächlich spielt in letzter Konsequenz keine Rolle mehr...

Davon erhole ich mich leider nicht mehr richtig. Es folgen 5km im "Rentner-Trab", denn ich kann machen was ich will, ich bekomme die Knie nicht mehr vom Boden sonder schleife so vor mich hin. Jedesmal wenn ich Tempo machen will kriege ich sofort Krämpfe in den Beinen. Leider hilft trinken auch nichts mehr...ich kämpfe mich also auf der Wendepunktstrecke zurück Richtung Ziel und treffe meinen Vater ca. bei KM 32. Als ich ihn sehe geht absolut nix mehr und ich muss gehen!!! Das erste Mal gehe ich beim Marathon!!! Was für eine Schande!!! ich fühle mich mieserabel und bin riesig enttäuscht. Wir gehen gemeinsam gute 2 km und Manfred sagt ich soll lieber aufhören. Das ist ein so verdammt verlockender Gedanke. Stehenbleiben. Hinlegen. Essen. Trinken. Massage...all die netten Dinge...aber kommt ja garnicht in Frage sage ich zu mir!!! Wäre ja noch schöner...DNF (Did not finish) auf der Ergebnisliste hinter meinem Namen geht ja garnicht!!! Ich sage zu Manfred das ich zur Not die letzen 10km auch spazieren gehe, aber aufhören werde ich nicht. Gesundheitlich absolut vertretbar weiterzumachen...

Ich also Richtung Ziel-Kanal und letztem Wendepunkt...und als die Zuschauer und der Sprecher mich kommen sehen rufen sie meinen Namen durch's Mikro: "Michael Port is coming for the final round"...und er Applaus brandet auf - nur für mich!!! Geil!!! ich fange also wieder an zu joggen (oder was man so joggen nennt) und der Applaus brandet noch stärker auf. Gänsehautfeeling pur! ich bin den Leuten so dankbar daß ich Kußhändchen ins Publikum werfe...mir mein 3. Armbändchen abhole (als Nachweis für den letzten Turn) und mich auf den Weg auf die letzen 10km mache. Als mich mein Vater joggend sieht kann er's nicht glauben und ich sage ihm, daß ich's so lange wie möglich probiere und zur Not den Rest eben gehe. Er meint, er wolle mir entgegenlaufen und mir das letzte Stück begleiten...

Nach weiteren 5km und somit am letzten Wendepunkt fange ich plötzlich automatisch an wieder schneller zu werden - und - SchlagsGewitter - ich kann wieder Tempo aufnehmen. Das gibt's doch garnicht denke ich und laufe und laufe und laufe...es geht wieder. Okay - nicht toll und Spaß ist was anderes, aber das ist dann auch normal nach der langen Zeit - aber immerhin... bei KM 40 sehe ich Manfred wieder und er kann es nicht fassen als ich an ihm "vorbeifliege". Er ärgert sich kurz, daß er mein "Finish" nicht auf den Film/Foto bekommt, aber nach all dem Scheiß ist das das letzte was eine Rolle spielt...er gibt also die Idee auf, die letzen 2 km neben mir herzurennen und wir rufen uns zu, daß wir uns dann nachher im Ziel sehen...die letzen 2km gehen dann recht leicht und ich bin im Ziel!!! Yessssssss!!! ...doch noch geschafft!!! kein DNF in der Ergebnisliste!!!

Kurz hinter der Zielline begrüßt Kenneth Gasquet - der Race Director von Lanzarote - JEDEN Athleten per Handschlag und ein paar warmen Worten - als wenn es noch nicht warm genug wäre :-)

Um ehrlich zu sein, stellt sich diesmal keine große Freude ein aufgrund der verpaßten Ziele, wo ich doch sooo gut unterwegs war...aber naja. Ziemlich enttäuscht gehe ich geradewegs ins Medical Zelt und lasse mir eine Infusion (okay es waren 2) legen. Direkt auf einer der ersten Pritschen liegt auch ziemlich zerstört Rolf Aldag herum...wir wechseln ein paar Worte... ich frage ihn wie das Schwimmen gelaufen ist und erzähle ihm das er mich ca. bei KM 110 überholt hat... er antwortet schlagfertig: "...wie soll das Schwimmen schon gelaufen sein, wenn ich Dich erst bei KM 110 geholt habe..." :-))) Schlagfertig der Kerl, aber total sympathisch. Seine Schwimmzeit war 1:28 und der 1. Wechsel dauerte 8 Minuten...da machen manche Leute eine komplette Halbdistanz! :-)))

Ich lass mich also auf die nächste freie Pritsche fallen und schon kommt ein Betreuer und piekst mich an - auch ein Schinkenbrötchen (mit Ameisen) bekomme ich gereicht. Lecker!!! Salzig!!! Endlich!!! ...so vergeht ca. 1 Stunde bis die 2. Infusion durchgegluggert ist. Links und rechts neben mir ist reger Betrieb und man kann sich immer schön unterhalten...alles natürlich sehr bröckelig, denn meist liegen Teilnehmer anderer Nationalitäten neben einem...aber auch das macht so ein Wettkampf so schön und interessant...

Nach der Infusion humpel ich zur Finisher -T-shirt, -urkunden und -medallien-Ausgabe, schnappe mir fix meine Wechselbeutel, hole mein Rad ab und mach mich auf die Suche nach meinem Papa, der mittlerweile schon fast 2 Stunden auf mich wartet bei brütender Hitze - der arme Kerl. Zusammen hinken wir zum in der Nähe geparkten Auto und verladen den ganzen Krempel. Das ganze findet direkt an/neben der Laufstrecke statt, so daß man die ganzen Sports-Kollegen noch genüsslich beobachten kann...und ich stelle fest, daß hier auf Lanzarote überdurchschnittlich viele Leute gehen müssen...also so groß ist die Schande anscheinend auch wieder nicht...das ist aber im moment ein sehr schwacher Trost...

Mein Fazit und eine (Kurz)Zusammenfassung der nächsten und letzen Tage auf Lanza gibts demnächst...

bis denne

Michel

Labels:

Wednesday, May 31, 2006

Lanzarote - Wettkampftag

Servus Leute,

hier also mein (Nach)Bericht vom Wettkampftag...Aufstehen war so gegen 4Uhr in der Früh angesagt damit man genug Zeit hat das der Kreislauf in Schwung kommt und man das Frühstück mindestens 2 Stunden vor dem Start zu sich nehmen kann. Das ist ja alles schon Routine aber es ist trotzdem eine große Anspannung, denn im Grunde hat man zu viel Zeit nach dem Aufstehen und zwischen dem Startschuß. Denn alles was es zu regeln galt - Wechselbeutel packen etc. - war ja gestern schon...also tigert man durch Apartement und weiß nicht so recht...grübelt schonmal über den Tag nach usw.

Ich rühr mir meine Geheimwaffe an...Baby-Keks-Brei... *mjam* *mjam* als Starter und 2-3 Reiswaffeln mit Honig, Tasse Kaffee und das wars. Falls es später vorm Start nochmal Hunger geben sollte, knabbert man halt lecker Power-Bars...gibts ja so selten...

5:20Uhr gehts mit dem Van (und Daniel) an die Wechselzone. Im Halbdunkel und ziemlich hektischer Betriebsamkeit lauf ich durch die Wechselzone, hole meine Sachen die noch ans Rad müssen aus den Beuteln und bereite meinen Wechselplatz vor. 8 halbe Riegel und 1 Flasche mit Wasser ans Rad. Das Wasser ist nach dem Schwimmen besser um sich das Salzwasser aus Mund und Augen zu spülen...

Die Stimmung ist recht gedrückt bei allen Athleten denn die äußeren Bedingungen sind alles andere als beruhigend. Beständig starker Wind die letzten Tage und Nächte haben das Meer stark aufgewühlt und dadurch ist es recht kalt und - was schlimmer ist - sehr unruhig und wellig. Das ist wohl die schlechteste Kombination überhaupt. Ich bin mit Shorts und T-Shirt zur dünn angezogen und friere...war wohl zu optimistisch was Temperaturen angeht.

Naja und der Wind ist natürlich auch auf der Radstrecke unser ständiger Begleiter. Man kann/muß sich zwar vom Kopf her drauf einstellen, aber der Seitenwind ist wirklich saugefährlich und so scheinen mir alle um mich herum (mich eingeschlossen) hoch-konzentriert und angespannt. Die Enge in der Wechselzone tut dazu ihr übriges. So kommen einem die "nur" 1000 Starter deutlich mehr vor...

Es gibt so recht keinen "blickgeschützten" Umziehbereich und so mache ich das kurzerhand in einem Zelt wo sich die meinsten vor dem Wind verstecken und ihren Gedanken nachhängen. Stört weder die anderen noch mich...is halt so...also raus aus den Klamotten und rein in den Neopren. Mein enges Funktions-Shirt lass ich an denn es ist wirklich lausig kalt...drück mich noch ein bischen in der Gegen rum und halte Ausschau nach meinem Vater, kann ihn aber nicht finden und dackel 20min. vor dem Start runter zum Wasser.

Bitte jemanden mir den Neo zu schliessen...in dem Moment tragen sie den belgischen (ex)Top-Triathleten Marc Herremanns auf einer Trage zum Wasser an mir vorbei. Er ist vor 4 Jahren in einer Abfahrt vom Mirador de Haria (1er der 2 steilen Berge) vom Wind aus einer Serpentine in eine kleine Schlucht geblasen worden und seitdem querschnittgelähmt!!! Er war seitdem schon 2x auf Hawaii und ist jeweils 2ter in der Handicaped-Klasse geworden und nun kehrt er an die Stätte seines Unfalls zurück...der Hammer!!!

...das verursacht doch einen großen Kloß im Hals und vertreibt kurz die eigene Anspannung und Angst...denn obwohl ich wohl so gut wie noch nie fürs Schwimmen gerüstet bin, ist es immer eine gewisse Haß-Liebe die ich zum Schwimmen habe...oder besser zu den Leuten um mich herum...warum das immer zur Schlägerei ausarten muß ist mir rätselhaft...der Tag wird auch so lange und unangenehm...naja, gehört wohl dazu?!

Schwimme mich kurz ein und dann geht's schon los. Diesmal der erste Landstart meines Lebens. D.h. alle rennen ins Wasser und schwimmen dann erst los. Ich jogge eher gemächlich...habe keine Lust im Sand zu sprinten...wie gesagt...wird lang heute...die ersten - genau - 165Meter zur ersten Boje und die darauffolgenden 1000Meter gehts wieder ordentlich zur Sache...Schläge, Tritte, Halten, Stoppen, Brustzüge, Wasserball-Kraulen, Rhythmus finden, Position behaupten ...das ganze Repertoire halt. Nach der Hälfte der Distanz und diversen tiefen Schlucken Salzwasser normalisiert sich die Lage einigermaßen und ich kann endlich die Länge meiner Züge ausnutzen. Habe zwar überhauptkein Tempogefühl da mir die Orientierung auf dem - sichtbaren - Meeresboden duch die Aufgewühlheit der See fehlt aber egal. Hauptsache im Rhythmus bleiben. Beim kurzen Landgang zwischen Runde 1 u. 2 hab ich leichte Krämpfe in den Beinen ("normal" durch die rel. Kälte u. Schwimmbewegungen) aber nicht lang rumgefackelt und ab in die 2te/letzte Runde. Als ich nach 1:02:30 aus dem Wasser komme freue ich mich sehr über die gute Schwimmzeit - hat sich die Arbeit mit Woitek meinem Schwimmtrainer anscheinend doch ausgezahlt?!!! *yessss*

Der Weg zur Wechselzone ist hier sehr lang und ich stresse mich nicht...es geht mir diesmal nicht unbedingt um Sekunden...lieber in Ruhe aus dem Neo, bischen abgetrocknet und dann rein in den Rad-/Lauf-Kombi. wollte bei den kühlen Temperaturen am Morgen nicht mit nassen Radkklamotten starten. Zack - zum Rad - Helm auf - Kinnriehmen zu und raus...diesmal bitte nicht hinfallen...klappt auch gut. Jetzt erstmal Nervosität ablegen, Puls probieren in "normale" Bereiche zu bringen und den Rhythmus finden...Kopf erneut auf starken Wind einstellen...

Sobald man Puerto del Carmen verläßt erwischt einen der Wind volle Kanne von der Seite...jetzt fängt es also richtig an...Hochkonzentriert nicht erneut von der Straße geblasen zu werden halte ich mich so oft es erforderlich ist am Lenker fest und liege nicht auf dem Tria-Aufsatz. Nach ca. 6-8km biegt man dann rechts ab in Richtung Inselmitte und rüber zur West-Küste nach "El Golfo" den Rand der Timanfaya Feuerberge, wo sich seinerzeit die riesigen Lavaströme ins Meer ergossen haben. Auf dem Weg dorthin bläßt einem der Wind mächtig ins Gesicht aber das ist für alle gleich und somit kein Problem. Ich überhole ständig Leute...ein gutes Gefühl...trotzdem fahre ich heute nicht auf der letzten Kante...um möglichst viel Kraft für die schweren Berge zu sparen. Also die ganzen Steigungen oder auch mal Gegenwind-Passagen fahre ich viel mit dem "kleine Blatt" vorne und höherer Trittfrequenz.

Meinen Vater sehe ich das erste mal am Straßenrand nachdem ich die El-Golfo Runde fertig habe und es jetzt die Steigung durch die Feuerberge raufgeht. Er kann meine bisherige Radzeit nicht fassen...also scheine ich gut unterwegs zu sein. Die Feuerberge rauf ist der Asphalt sehr sehr schlecht und man ist doch leicht genervt davon...alles rappelt am Rad und man sitzt eigentlich nicht wirklich, sonder man hüpft auf dem Sattel herum und das Getränk in der Lenkerflasche vorne schwappt einem ständig über die Beine - das scheiss-klebrige Zeug. Naja, ich bleibe eigentlich die ganze Zeit hochkonzentriert, immer schön trinken und sich verpflegen, denn die Schwierigkeiten kommen ja erst noch...Verpflegen ist wichtig, daß fällt einem erst so richtig auf, wenn man mal auf einem der seltenen Rückenwind-Abschnitte ist. Dort steht die Hitze so dermaßen und sofort läuft einem der Schweiß in Sturzbächen runter.

So...in der Inselmitte angekommen biege ich nun ab Richtung Mirador de Haria - wo sich oben der Windpark befindet. Es gibt Leute, die sich Badelatschen mit ins Trikot stecken um dort hoch zu schieben. Nicht umsonst muß man sich erneut völlig von der Tacho-Anzeige verabschieden...das geht mitunter so langsam, daß man eben gleich zu Fuß gehen könnte aber der Lichtblick ist - oben gibts die Eigenverpflegung. Für mich heißt das salzige Kekse und ein belegtes Brot. Bringt zwar ernährungstechnisch garnichts, aber mental freut man sich wie ein Keks über etwas das nicht süß und klebrig ist. Den Beutel hänge ich mir während der Fahrt um und stopfe mir die ersten Kekse noch währen der Abfahrt rein...den Rest verliere ich, da die Abfahrt sehr steil ist und meine ganze Konzentration fordert - Marc Herremanns läßt grüßen. Trotzdem tun so ein paar Bissen Salziges ganz gut.

Nach der rasenden Abfahrt gehts zick-zack durch ein kleines Örtchen und die letzte große Steigung des heutigen Tages beginnt. Hoch zum Mirador del Rio...auf dem Weg dorthin überholt mich Rolf Aldag Ex-Profi vom Team T-Mobile, erst bei km 110 - yesssss - aber bevor ich ihn was fragen kann, isser vorbei, denn wir sind gerade in der steilsten Rampe der ganzen Radstrecke und ich spare lieber meine Luft. Nach der Rampe geht's zwar weiter ordentlich bergauf, aber man hat 20m links den Abbruch der Steilküste mit Blick auf die kleine Nachbarinsel "La Graciosa". Trotz der Anstrengung kann ich die Aussicht genießen. Oben angekommen steht Daniel - unser Guide - und bestätigt mir meine gute Radleistung - das gibt natürlich Auftrieb für die Abfahrt und die letzten 50km!!!

Jetzt lass ich's richtig fliegen - Abfahrt mit knapp 80km/h und immer schön Kette rechts! Unten angekommen gehts nurnoch leicht wellig zurück Richtung Wechselzone 2 - mit einer Ausnahme. Man muß nochmal kurz 2km Richtung Inselmitte und dort bläst's nochmal richtig derbe frontal entgegen. Das ist bei km 145 und mein Vater ruft mir zu das ich auf Position 60-65 liege. super!!! Jetzt fange ich an "rauszunehmen"...das bedeutet nicht mehr volle Power sondern "Beine hoch" und auch mal einen Tritt rausnehmen für den abschließenden Marathon...aber bei Km 170 passiert's dann....

Labels:

Friday, May 26, 2006

Lanzarote - die Vorwettkampfwoche...

Hi Leutz,

Sonntag den 14. gings also mit der Morgen-Maschine um 3:45h ab nach Lanzarote - welcher Depp läßt sich eigentlich solche Flugzeiten für immer-müde Triathleten-Flieger einfallen häääää? ...naja...hat auch Vorteile. Man is um 8h schon dort und nach kurzem Nickerchen im Hotel kann man wenigsten gleich Radfahren, also die Kiste zusammengebaut und 2,5 Stunden trainiert - bei Lanza-typischem Wetter: Wind, Berge, schlechte Straßen. Abschließend noch ne kleine Schwimm-Einheit im Hotelpool.

Montag gings um 7:30 mit unserem Guide Daniel zum dem Van zur Wettkampf-Schwimmstrecke. Rein in den Neopren und mal fix die halbe WK-Strecke geschwommen. Das war nicht ohne, denn der Wind hatte schon ein bischen aufgefrischt und das Wasser war dadurch sehr unruhig. Auch die Orientierung fiel sehr schwer, da man gegen die tiefstehende Sonne schwimmen muss...zum Glück geht's beim WK früher los. Nachmittags dann wieder lockere 2 Stunden Radausfahrt.

Dienstag vormittags schwimmen im Meer und Neopren - ist doch ziemlich kalt das Wasser - schätze so 18-19 Grad. Nachmittags dann ein 45min Lauf im WK-Tempo um zu sehen wie sich das so anfühlt, weils doch recht heiß ist heute - zumindest kommt einem das an einem für Lazarote-Verhältnisse windstillen Tag so vor. Lauf geht ganz gut, bin aber ganzschön platt danach...ohjee ohjee...hoffentlich setzt die Erholung noch besser ein...?!

Wichtige Anmerkung des Tages: mein Vater kam nachgeflogen und traf am Morgen ein - die erste Flugreise seines Lebens - ein großes Opfer das er für mich gebracht hat...! Apropos Windstille...das war wohl die oft zitierte "Ruhe vor dem Sturm"...den das sollte sich die nächsten Tage noch gewaltig ändern...

Mittwoch gibt's nicht viel zu vermelden, da gestern der letzte "echte" Trainigstag war...jetzt heißt's nurnoch erholen, erholen, erholen. Wir schauen uns mit unserm Guide und via Reisebus die Wettkampfstrecke an. Gut...kenn ich schon vom Februar und weiß also grundsätzlich bescheid, aber schaden kann das nicht, sein Gedächtnis nochmal aufzufrischen, zumal die Strecke im Februar nicht ausgeschildert war...jetzt schon. Einige der Mitreisenden werden zunehmend stiller und sinken in ihre Sitze und als wir dann u.a. am "Mirador de Haria" (einer der beiden schweren Berge) aussteigen versteht man sein eigenes Wort kaum noch so windig ist es - das kann ja heiter werden. Noch wenn man dazu weiß, das der Tria-Profi Marc Herremanns aus Belgien hier vor 4 Jahren von der Strasse in eine Schlucht geblasen wurde und seitem querschnittgelähmt im Rollie sitzt. Übrigens nimmt er hier auch teil - in der Handicaped Klasse - waaaahhnsinn!!!

Donnerstag heißts bis nachmittags Füße hochlegen und ausruhen. Nachmittags fahren wir in den Club La Santa über die Insel um unsere Startunterlagen abzuholen und die Wettkampfbesprechung mitzumachen. Alles schon Routine aber man hat Anwesenheitspflicht und außerdem gehört's schon auch dazu und man kommt doch so langsam in Stimmung wenn man alle anderen Athleten so sieht. Allgemeines hektisches Treiben bei den Rookies, gespielt coole Gelassenheit bei den Erfahrenen. Aber um ehrlich zu sein...NIEMANDEN läßt es kalt, denn mit Erhalt der Unterlagen gibt es fast kein zurück mehr...

Freitag ticke ich alle 3 Disziplinen nochmal an, d.h. 5 Minuten schwimmen im Hotelpool, 15-20 Minuten Rad und nochmal 5-10 Minuten Laufen um den Muskeln zu signalisieren: "...hey, nach den Ruhetagen geht's morgen los...". Meine Radausfahrt zeigt mir dann ganz deutlich, was morgen auf uns alle warten wird... Am Spätnachmittag gebe ich also meine Wechselbeutel und das Rad an den entsprechenden Stellen in Puerto del Carmen ab, gehe im Geist die Wechselzone nochmal durch, probiere das vorher erlebte zu verdrängen und ab geht's zurück ins Hotel. Warten auf den morgigen Wettkampf...

Ach...was ich noch vergessen hatte, an einem der vergangenen Tage fuhr ich von Puerto del Carmen (wo unser Hotel ist) mit dem Rad raus zum Flughafen, denn dort ist die erste Stelle wo man einen wirklichen Eindruck davon bekommt wie stark der Wind tatsächlich ist - dieser hat nämlich seit Mittwoch eine Stärke von 5-6 und in den Böen sogar 7-8 bekommen. Für alle die sich davon keine Vorstellung machen können...Stärke 8 sind sogenannte Orkanböen, bei denen man Schwierigkeiten hat einfach nur stehenbleiben zu können...kaum am Flughafen angekommen erwischt mich der Seitenwind volle Kanne und ich liege beim normalen geradeausfahren stark zur Seite geneigt gegen den Wind um überhaupt die Spur halten zu können. Die erste Böe weht mich direkt von der Straße!!! An ein Liegen auf dem Tria-Aufsatz ist überhaupt nicht zu denken. Ich drehe sofort um und halte mich an meinen Lenker festgekrallt um nicht nochmal verblasen zu werden. Auf dem Heimweg fällt die Entscheidung ein anderes Vorderrad zu fahren, daß nicht so windanfällig ist wie meine extrem leichten Wettkampf-Laufräder...das haben wir dann auch Freitag vormittag noch gekauft...

bis zum nächsten Bericht...dann vom Wettkampftag...

Aloha oder hier sollte ich wohl eher sagen hasta luego...oder so...

Michel

Labels:

Vorbereitung Ironman Lanzarote 2006 - im Zeitraffer

Servus Leute,

als ich mich also entschieden hatte in Lanzarote teilzunehmen hab ich mich fix mit meinem Trainer besprochen und im Grunde gings rund 5-6 Wochen nach Hawaii schon wieder Ende November 2005 los mit der Vorbereitung auf Lanzarote 2006.

Zum langen und kalten Winter und zum jetztigen besch...Frühling brauch ich ja nicht viel zu sagen...Im Winter war viel dicke, warme und dichte Regenklamotten angesagt, trotzdem konnte ich es erstaunlicherweise oft vermeiden auf der "Rolle" zu trainieren - zumindest was das Radfahren angeht...beim Laufen sah das schon anders aus...totaaaal viele Einheiten auf dem Laufband im Studio...hamstermäßig...sozusagen...echt schlimm, weil das so garnicht mein Ding ist...aber der Zweck heiligt die Mittel würde ich sagen.

Januar dann das erste Trainingslager in Leogang (Österreich) zum Langlaufen (Skating) und Tourengehen. Das war echt super und kann ich nur empfehlen - auch um den Kopf frei zu bekommen was Radfahren, Laufen und das ganze Zeugs angeht. Prima Crosstraining...

Februar dann das erste Trainingslager (ab hier nurnoch TL genannt) auf Lanzarote, bei Daniel Kaenzle (www.triathlonschule.de) einem Ex-Profi und nettem Typen. Das TL war superwichtig um die Bedingungen schonmal kennenzulernen und ich kann Euch sagen...das war echt ernüchternd. Wind, Berge, schlechte Strassen, dazu kamen Wind, Berge und schlechte Strassen und dazu kamen...na Ihr wißt schon...

März/April TL auf Mallorca (hab ich gewonnen - yessssss!!!) und der Toskana. Malle war nett - immer besser bei schönem Wetter zu trainieren als in der Suppe zu fahren und Toskana war auch sehr schön, aber ist auch hart dort, sehr bergiges Gelände, dafür kann man - abseits vom ganzen Sport-Gedöns - auch kulturell und kulinarisch einiges erleben. Ist eine echte Reise wert!!!

14. Mai dann Abreise nach Lanzarote und am 20. war Wettkampf...

Lest selbst...

Aloha

Michel

Labels:

Lange nichts geschrieben...viel passiert...

Hi, eigentlich wollte ich den Blog bis auf Weiteres nicht weiterführen, aber auf bitten einiger Freunde mach ich's doch. Es ist - sportlich - viel passiert seit dem Oktober vergangenen Jahres wo ich ja bei der Triathlon Weltmeisterschaft auf Hawaii teilnehmen durfte.

Die Wochen danach sind ins Land gezogen und ich wollte mich entscheiden welchen Wettkampf ich in der Saison 2006 machen möchte...hatte aber den großen Boom der um Langstrecken-Triathlon (speziell Ironman-Rennen) mittlerweile in Europa gemacht wird, gänzlich unterschätzt und so kam es, daß

- Östereich (ausgebucht)
- Frankfurt (wollte ich nicht ein 3. Mal)
- Schweiz (terminlich schlecht)
- Nizza, UK (wollt ich nicht)

nurnoch Lanzarote übrigblieb. Also nix wie angemeldet, denn diesesmal sollte es ein Teilnehmerrekord werden. Der Ironman Lanzarote - gemeinhin als wohl der härteste was den sportlichen Anspruch betrifft - ist erstmalig mit 1000 Teilnehmern komplett ausgebucht gewesen. In der vergangenen Jahren war die maximale Teilnehmerzahl 7-800 Leute...

Auf was ich mich da eingelassen habe, sollte ich dann im ersten Trainingslager im Februar dieses Jahres selber erfahren...

aber lest selbst...

Gruß

Michel

Labels:

Saturday, October 29, 2005

Dickes Dankeschön! ...Michel - over & out

Nachdem die Reise erfolgreich zuende gegangen ist, ist es an der Zeit den Blog zu beenden…das geht natürlich nur wenn ich mich bei ein paar Leuten bedanke ohne die das alles nicht Möglich gewesen wäre.

Wie schon nach Frankfurt möchte ich mich bei folgenden Menschen bedanken, denn ich bin mir total bewusst, dass es nicht alltäglich ist soviel Unterstützung aller Art zu erfahren...

Als erstes möchte ich mich natürlich wahnsinnig bei Isabel bedanken und bei meiner Familie, die riesiges Verständnis für mich aufbringen…mich ermutigen oder aufbauen, aber auch mal bremsen wenn nötig… Gerade in den Wochen zwischen Frankfurt und Hawaii – für mich eine mentale und körperliche Gratwanderung – wart ihr noch wichtiger als das ganze vorausgegangene Zeit sowieso schon. Vor allem aber danke ich Euch für das Verständnis, dass Ihr immer wieder für mich aufbringt – ohne das geht garnichts!!! …Ihr seid einsame Spitze!!!

An zweiter Stelle möchte ich mich bei meinem Arbeitgeber der syzygy Deutschland GmbH – in Person von Marco und Frank – bedanken, die mich seit 2 Jahren unterstützen. Auch hier an erster Stelle für das Verständnis das Ihr für mich aufbringt…das sich letztendlich in einer triathletenfreundlichen Arbeitszeitregelung wiederspiegelt…und nicht zuletzt natürlich für die finanzielle Unterstützung bei den Trainingslagern und der Hawaii-Reise. Ihr habt mir damit ermöglicht eine Erfahrung zu machen, die wohl nur wenigen Sportlern vergönnt sein dürfte…Teilnahme an einer Weltmeisterschaft! Und noch weniger Menschen können sagen, dass sie im Internetcafe neben Norman Stadler (rechts) und Lothar&Nicole Leder (links) gesessen haben …Ihr seid klasse…und Ihr werdet den kommenden Juli nicht bereuen… :-)

Last but not least – wie man so schön sagt…bedanke ich mich bei allen guten Geistern - die ich namentlich nicht alle nennen kann - in, an und um die Wettkampfstrecken und auch danach… Egal ob Schwimmbad-Jahreskarte, Techniktraining, Trainingspläne, Anfeuern, das Geben und Auftreiben größerer und kleinerer Beträge, Anfeuern, Haare schneiden, Anfeuern, Daumendrücken, Anfeuern, Fotografieren, Anfeuern…das alles sind Teile eines erfolgreichen Puzzle!!! Dafür bin ich Euch allen sehr dankbar!

In diesem Sinne…

Hang loose

Michel

27-29.10. - Letzte Ausfahrt Waimea und ab nachhause

Heute – 27. - ist der Tag des Abschieds gekommen – leider leider…aber irgendwann geht halt alles mal dem Ende zu. Nasch unserem mittlerweile obligatorischen Pancake und Fruit Plate Frühstück in unserem Stammcafe (seit genau 2 Tagen) besorgen wir noch fix die letzten Mitbringsel für die Daheimgebliebenen und machen uns erneut auf den Weg nach Waimea in den Nordwesten der Insel zur Shrimp Station…bis wir da ankommen haben wir auch locker die Pancakes schon verdaut…ich werde das Gefühl nicht los, dass ich – zurück in Deutschland – erstmal meinen Körper entgiften muss, bei dem Mist, den ich die letzten Tage in mich reingeschaufelt habe…na ja…es gibt für alles seine Zeit… :-)

Die Insel präsentiert sich heute wettermäßig noch mal von ihrer besten Seite – ist ja klar – wir müssen ja auch abreisen…und warum sollte es einem auch einfach gemacht werden? *grrr*

In Waimea angekommen checken wir die Möglichkeit eventuell doch noch unsere Helikoptertour machen zu können…aber daraus wird wohl nix…die Termine sind schon ausgebucht für heute…ist doch beliebter als wir gedacht hätten. Wir nehmen das mit einem lachenden und einem weinenden Auge hin…

Immerhin essen wir gleich noch mal die besten Shrimps der Welt! Mit dem Budenbesitzer – der sich tatsächlich noch an uns erinnert – plaudern wir locker ein bischen dahin. Er war lustigerweise in den 80ern in Heilbronn stationiert, hat sofort unseren Akzent (Akzent? Ich? Pffffft) erkannt. …hat noch nie Euroscheine gesehen…(hätte ich lieber auch nicht) und so zeigen wir ihm welche, woraufhin er uns trotzdem keinen Discount gibt…Sack! :-)

Auf dem Rückweg schauen wir uns noch die Hauptstadt Lihue an – was recht schnell passiert ist, zum einen weil sie nicht besonders groß - und zum anderen wenig interessant erscheint. Kleiner Industriehafen, kleine Touri-Malls…fertig. Wir schlagen jetzt mehr oder weniger die Zeit bis zum Abflug tot. Irgendwie freut man sich ja doch auf zuhause…

Dann geht’s recht schnell…Gepäck eingeckeckt (meine größte Sorge gilt natürlich meinen Carbon-Laufrädern). Und 1,5h später in den Flieger. 5 Stunden bis Los Angeles, danach weitere 6 Stunden nach Chicago und noch mal 8 Stunden bis Frankfurt. Die ersten beiden Flüge gehen gut und schnell über die Bühne aber der letzte Flug zieht sich ewig hin…

Gegen 5:45h landen wir pünktlich in FFM – kurz bevor der große Run auf den Airport einsetzen soll, weil doch heute der neue A 380 landet…das beeindruckt mich überhauptnicht…aber jedem das seine…mich beeindruckt mehr, das unser Gepäck komplett und vor allem heil angekommen ist. Hurra…in der Empfangshalle erwartet uns eine kleines aber feines Empfangskomitee…meine Familie – samt Hund – und Markus (mein Frisör) & Heike…ich freu mich riesig drüber…auch wenn man mir das nicht so ansieht…bin doch irgendwie gerädert.

Kein Wunder...20 Stunden Reise und wegen der Zeitverschiebung 2 Kalendertage später als der Abreisetag...das merkt man dann doch irgendwie...

Hang loose